Grüne Gentechnik – Fluch oder Segen? (Wissenschaftliche Betrachtung)

Gentechnik in Lebensmitteln und auf dem Acker stößt auf eine große Ablehnung, “Lebensmittel ohne Gentechnik” erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Die Gründe reichen von Sicherheitsbedenken über praktische
Probleme hin zur Kontrolle durch Agrochemie-Konzerne wie Bayer-Monsanto.

In den letzten Jahren dreht sich die Debatte zunehmend um neue gentechnische Methoden wie die “Genschere” CRISPR. Der Europäische Gerichtshof hat diese Verfahren klar als Gentechnik eingestuft. Damit müssen die entsprechenden Produkte auf Grundlage des EU-Vorsorgeprinzips reguliert, d.h. unter anderem geprüft, zugelassen und gekennzeichnet werden. Befürworter der Techniken verweisen gerne darauf, dass diese “naturidentisch” seien und im Produkt nicht nachweisbar. Immer wieder wird auf das große Potential der Methoden zur Züchtung von z.B. besser an den Klimawandel angepasster Pflanzen hingewiesen. Warum spricht sich Greenpeace dennoch für eine Kontrolle der neuen Techniken analog zu der alter Verfahren aus? Verpasst Europa mit seiner Gentechnik-kritischen Haltung den Anschluss – und macht es einer Zukunftstechnologie unnötig schwer?

Referent:
Dr. Dirk Zimmermann

Beginn der Veranstaltung:
06 Oktober 2020 um 19:00 Uhr