Islam Kompakt – Muslime erzählen: Vielfalt im Islam

Vielfalt und Pluralität zeichnet die Welt in jedem erdenklichen Bereich aus. Sei es in der Tierwelt oder in der Pflanzenwelt. Und ist nicht auch jeder Mensch eine Welt für sich? Nach dieser Beobachtung ist es nicht verwunderlich, dass es innerhalb jeder Religion facettenreiche Auslegungen gibt, die abhängig sind von Zeit, Raum und Kultur. Deshalb sollte man stets vor Augen haben, dass diese Viefalt auch im Islam vorzufinden ist und man nicht pauschal von “dem Islam” sprechen kann. 

Seit seiner Entstehung gab – und gibt – es stets eine wechselseitige Beeinflussung zwischen Religion und Gläubigen. Jedes Zeitalter und jede aus ihr hervorgehende Gesellschaft und Kultur prägte auch den Werdegang dieser Religion und damit verbunden ihre gelebte Praxis. Es entwickelten sich unterschiedliche Auslebungen und Wege innerhalb des Islams. Auch wenn z.B. die Grundpfeiler des Islams vielerorts gleich gedeutet werden, gibt es doch beispielsweise kulturelle Unterschiede in der Praxis. So trifft man in Indonesien auf andere Traditionen als in Bosnien und in Ägypten ist es wieder anders als in Deutschland. Der Reichtum des Islams zeigt sich unter anderem in der kulturellen Vielfalt. Und diese wird geprägt durch den jeweiligen Zeitgeist. 

Diese Vielfalt in der Ausübung der Religion ist eine Bereicherung und Stärke. Sie zeigt sich besonders deutlich in Einwanderungsländern. Denn hier sind sie Teil der eigenen religiösen und kulturellen Lebenspraxis, die ursprünglich aus unterschiedlichen Geographien und Kulturen kommen, nebeneinander und miteinander. 

In dieser Reihe wollen wir genau diese Vielfalt in den muslimischen Gemeinden in Deutschland am Beispiel Berlins kennenlernen und die Gesellschaft und Teilnehmenden dafür sensibilisieren, dass es nicht “den Islam” gibt.

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