Frauen in den Religionen – Probleme und Potentiale

Frauen in den Religionen – Probleme und Potentiale

Religionen und Geschlecht sind sehr eng miteinander verbunden. Die Geschlechtertrennung in den religiösen Offenbarungen sollte ursprünglich zum Schutz der Frau dienen und obwohl in den Heiligen Schriften Frauen vorwiegend positiv dargestellt werden, zeichnet sich in der gesellschaftlichen Realität ein gegenteiliges Bild ab. Mädchen und Frauen wurden über Generationen hinweg jegliche Chancen auf Bildung verwehrt. Noch heute werden ihnen weniger Kompetenzen zugeschrieben, sie werden für vergleichbare Arbeit geringfügiger vergütet, gelten öfter als fremdbestimmt und dürfen höhere – insbesondere religiöse – Posten nicht besetzen.

Dass die männliche Dominanz in der heutigen Gesellschaft mit der androzentrischen Auslegung der Schriften religiös legitimiert wurde und noch immer wird, zeigt sich insbesondere im veralteten Rollenverständnis. Dabei wären ohne die Dienste und Unterstützungsarbeit von weiblichen Gläubigen Zeuginnen viele Religionen heute vielleicht nicht überlebensfähig. Und noch heute sind immer mehr religiöse Fraueninitiativen bestrebt, das traditionelle Rollenverständnis aufzulösen und eine der heutigen Zeit entsprechenden Geschlechterauffassung zu vergegenwärtigen.

Welches Verständnis von Emanzipation, Feminismus und Gleichberechtigung haben die Religionen und Weltanschauungen? Wie ist eine frauenfreundliche Auslegung der Offenbarungen möglich? Was sind die Herausforderungen und Probleme, die die Auslebung eines solchen gendergerechten Verständnisses erschweren, gar hindern?

Die Veranstaltung wird über Zoom stattfinden. Daher bitten wir um eine Anmeldung über gender@forumdialog.org, damit wir Ihnen die Zugangsdaten für die Online-Veranstaltung zukommen lassen können.

Referentinnen:

Prof. Dr. Ulrike Auga

Professorin für Theologie und Geschlechterstudien im Rahmen der Religionswissenschaft, Interkulturellen Theologie und Ökumenik

Esther Hirsch

Theologische Referentin im House of One und Kantorin in der Synagoge Sukkat Schalom

Yasemin Aydin-El Hassan

Kultur- und Sozialanthropologin & Koordinatorin Peaceful Actions

Lily Besilly

Heilpraktikerin für Psychotherapie und Mitglied von „Buddhistische Perspektiven“

Veranstaltungsdetails:

Datum

Donnerstag, 08. April 2021

Beginn

19:00 Uhr

Ort

Online (ZOOM)

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