„Gemeinsam erreichen wir mehr”

Gegen die anhaltenden Verletzungen der Menschenrechte weltweit, die durch die COVID19-Pandemie verschärft werden, ruft Forum Dialog zusammen mit vielen weiteren Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidigern mahnend ins Gedächtnis: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“

Betrübt stellen wir fest, dass dieser Grundkonsens aus Art. 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen und die daran geknüpften Grundfreiheiten täglich missachtet werden: unter anderem in den Umerziehungslagern der Volksrepublik China, durch die humanitäre Katastrophe im Jemen, die Massenverarmung der venezolanischen Bevölkerung, die Unterdrückung politischer Oppositioneller und von sozialen Bewegungen in Belarus und Hongkong, die illegitime Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit in der Türkei und Ungarn, die Rückbildung des Rechtsstaats durch die amtierende polnische Regierung, die brutalen religiös- und politisch-extremistischen Attacken auf Andersdenkende in Frankreich und Deutschland.

Forum Dialog engagiert sich für das friedliche Zusammenleben von Menschen aller Glaubensrichtungen und Überzeugungen und für die Umsetzung der universalen Menschenrechte. Im Rahmen von Vorträgen, Workshops und kulturellen Veranstaltungen widmeten wir uns 2020 etwa dem Empowerment von Musliminnen und der Herausforderung gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, insbesondere dem Antisemitismus. Ebenso entwickelten wir Perspektiven zum Umweltschutz und zur Erinnerungskultur.

Wir lassen uns dabei von der Überzeugung leiten, welche die ukrainische Fotografin Lidiia Kozhevnikova im unten stehenden Bild eindrucksvoll festhält: Gemeinsam erreichen wir mehr. Daher suchten wir auch in diesem Jahr die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren, darunter mit dem Deutschen Historischen Museum, der Berliner Landeszentrale für politische Bildung und Human Rights Defenders e.V. Mit der Überzeugung verbinden wir zugleich eine Einladung und einen Appell an alle gesellschaftlichen und politischen Kräfte, sich zum gemeinsamen Einsatz für Menschenrechte zusammenzuschließen.

„Together we can do more“ von Lidiia Kozhevnikova, Ukraine. Siegerin des Fotowettbewerbs des Europarats zu dessen 70. Geburtstag
Quelle: https://70.coe.int/photo-competition
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